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So wird's gemacht
Das Technologie-Akzeptanz-Modell (TAM) beschreibt, wie Nutzende neue Technologien akzeptieren und verwenden. Das TAM wird zur Einführung von Informationstechnologien verwendet und hilft zu verstehen, welche Faktoren die nachhaltige Nutzung von Technologien beeinflussen. Gemäß dem TAM ist die Verhaltensakzeptanz, also ob eine neue Technologie tatsächlich genutzt wird, von der Einstellung abhängig (Jockisch, 2009). Das Modell basiert auf zwei Hauptfaktoren: der wahrgenommenen Nützlichkeit und der Benutzerfreundlichkeit. Nützlichkeit bezieht sich auf die Erwartung, dass die Technologie die Arbeitseffizienz steigert. Benutzerfreundlichkeit beschreibt die Einfachheit der Nutzung, was bedeutet, dass wenig Aufwand zur Erlernung der Anwendung erforderlich ist. Je größer der Nutzen einer Technologie und je einfacher die Bedienbarkeit, desto eher sind Fachkräfte bereit, die neue Anwendung zu nutzen. Die Einstellung zur Nutzung wird durch diese beiden Faktoren beeinflusst, was wiederum ein starker Indikator für die tatsächliche Nutzung der Technologie ist.
Das TAM berücksichtigt zudem auch externe Variablen, wie demografische Merkmale und Erfahrungen, die die subjektive Wahrnehmung beeinflussen können. So kann beispielsweise eine Person mit hoher Computererfahrung eine Software als einfacher zu bedienen empfinden. Die Modellkomponenten sind miteinander verknüpft und beeinflussen sich gegenseitig, was den dynamischen Charakter des Modells unterstreicht.
Der TAM-Fragebogen besteht aus validierten Items nach Davis (1989), welche kontinuierlich erweitert wurden. Diese sind teils kostenpflichtig, teils kostenfrei im Internet verfügbar.
Eine Alternative besteht durch die eigene Zusammenstellung eines Fragebogens. Zunächst wird sich je nach Fragestellung für eins der TAM-Modelle mit entsprechenden Faktoren entschieden, woraufhin der Fragebogen erstellt werden kann.
Die Ausgangssituation ist hierfür konkret zu definieren, z.B.:
- Welche Technologie soll eingeführt werden?
- Welche Mitarbeitenden sind von der Technologie direkt oder indirekt betroffen?
Entwickeln Sie einen Fragebogen, der sich auf die wahrgenommene Nützlichkeit und die wahrgenommene Benutzerfreundlichkeit der Technologie konzentrieren.
Einige Beispiele sind:
- Nützlichkeit: „Ich glaube, dass diese Technologie meine Arbeitsleistung verbessert.“
- Benutzerfreundlichkeit: „Es ist einfach, diese Technologie zu erlernen und zu verwenden.“
Der Fragebogen kann durch weitere Faktoren, falls nötig, z.B. soziale Einflüsse oder Erwartungen an das System ergänzt werden. Verwenden Sie Likert-Skalen (1 = stimme gar nicht zu, 5 = stimme vollkommen zu), um die Antworten zu messen.
Verteilen Sie für die Erhebung den Fragebogen über gängige Kommunikationsmedien an die definierte Zielgruppe. Anschließend werden die gesammelten Ergebnisse analysiert, um Zusammenhänge zwischen den zentralen Faktoren zu untersuchen. Basierend auf den Ergebnissen können Sie Empfehlungen für die Weiterentwicklung oder Implementierung der Technologie geben.