Methode
07.01.2026

Role Model Canvas Interaktionsarbeit

Die Festlegung von Rollen und Verantwortlichkeiten in Teams dient dazu, Verantwortungsdiffusion und rollenbezogene Konflikte im Kontext der Interaktionsarbeit zu vermeiden.

Dauer
1 Stunde
Komplexität
gering
Personen
3-5 Personen
Handlungsfeld

So wird's gemacht

Verantwortungsdiffusion sowie widersprüchliche Aussagen hinsichtlich Zuständigkeiten oder Kompetenzen können oft zu einem Vertrauensverlust zwischen den Interaktionspartnern führen, was sich negativ auf die Interaktion auswirken kann. Das dafür genutzte Role Model Canvas für Interaktionsarbeit (Vorlage) sollte im Rahmen eines Workshops ausgefüllt werden, an dem sowohl Rolleninhaber:innen als auch mind. eine Person der Leitungsebene teilnehmen. Gemeinsam werden die acht Felder, über die jede Rolle definiert wird, besprochen und ausgefüllt. Dadurch entsteht ein visualisiertes Rollenprofil mit wichtigen Informationen zu jeder Rolle, das Verantwortlichkeiten klärt, sie transparent macht und als Grundlage für eine bessere Zusammenarbeit dient (Abbildung 1).  

Ausgangspunkte der Rollenbeschreibung sind das Festhalten der Rollenbezeichnung sowie die Benennung konkreter Ziele und der Mission(en) im ersten Feld. Hierbei wird aufgezeigt, weshalb die Rolle im Unternehmen benötigt wird. Finden sich hier keine Ziele, die sich von anderen Rollen abgrenzen, sollte die Notwendigkeit der Rolle in Frage gestellt werden.  

In einem zweiten Bereich wird definiert, was die primären Aufgaben sind, die von den Inhaber:innen der Rolle zu erledigen sind. Darunter werden die zentralen Ansprechpartner:innen festgehalten. Dies dient zur dazu, zu verdeutlichen für wen die Inhaber:innen der Rolle als Bezugsperson fungiert. In einem vierten Bereich sind Verantwortlichkeiten festzulegen. Dabei handelt es sich um Tätigkeitsbereiche, in denen von der Rolle eigenverantwortlich Entscheidungen getroffen werden.  

Auf der rechten Seite des Canvas werden die Informationsflüsse definiert. Dabei geht es sowohl um diejenigen Informationen, auf welche die Rolle in ihrer Arbeit angewiesen ist und welche ihr von anderen zugearbeitet werden müssen als auch um Informationen, die von der Rolle weitergereicht werden. Ergänzend zur Art des Informationsbedarfes können hier die genutzten Systeme oder Dokumente erfasst werden, mit denen gearbeitet wird. Direkt darunter wird im Feld Unterstützung festgehalten, durch welche anderen Rollen sie bei der Ausführung ihrer Tätigkeit unterstützt oder beraten wird und wen sie unterstützt. In einem weiteren Feld werden Kompetenzen aufgelistet, die für die Ausübung der Rolle notwendig sind. Abschließend werden im Bereich NEIN! die Aufgaben festgehalten, für welche die Rolle nicht zuständig ist. 

Abbildung 1. Ausgefüllte Vorlage des Role Model Canvas Interaktionsarbeit am Beispiel der Pflege
Abbildung 1. Ausgefüllte Vorlage des Role Model Canvas Interaktionsarbeit am Beispiel der Pflege

Tipp

Es ist zu empfehlen, die Methode des Role Model Canvas im Rahmen von Kleingruppentreffen umzusetzen, damit verschiedene Vertreter:innen einer Rolle miteinander in Austausch treten können.  

Referenzen

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Inhalte dieser Seite sind entstanden im Rahmen des Forschungs- und Entwicklungsprojektes SO-SERVE mit Förderkennzeichen 02L18A180 unter der Autor:innenschaft von Julia Friedrich, Kristin Gilbert, Ulrike Pietrzyk, Vanita Römer, Anne Steputat-Rätze, Christian Zinke-Wehlmann und lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht-kommerziell - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International Lizenz.