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11.05.2026

VE-Collab

Die Plattform bietet vielfältige Qualifizierungs- und Unterstützungsangebote bei der Initialisierung, Planung und Durchführung internationaler virtueller Austausche in der digitalen Lehre.

Handlungsfeld

Einleitung

Mit VE-Collab existiert eine Plattform, die die Anbahnung von virtuellen Austauschen unterstützen kann. Ein virtueller Austausch (eng. virtual exchange) ist ein flexibles Lehr-Lernszenario, in welchem geographisch getrennt Lernende, unter Vor-Ort-Betreuung durch Lehrende, kollaborativ Aufgaben bearbeiten und Projekte umsetzen. Das Konzept bildet dabei die Schnittmenge zwischen Digitalisierung und niedrigschwelliger, ressourceneffizienter virtueller Mobilität. Dabei unterstützt es Lernende, relevante interkulturelle und sprachliche Kompetenzen auszubauen. Besondere Herausforderungen dieser Lernszenarien bestehen einerseits in den notwendigen konzeptionellen und methodischen Kompetenzen des Lehrpersonals, andererseits in der Initiierung des virtuellen Austausches, da diese oft mit organisatorischen Hürden hinsichtlich der Suche von geeigneten Partnerinstitutionen und der anschließenden Planung kollaborativer Zusammenarbeit verbunden ist. Lehrende und Lernende international zu vernetzen, erfordert dementsprechend innovative Ansätze. 

Zentrale Features

  • Die Plattform bietet ein vielseitiges und praxisnahes Angebot von interaktiven Selbstlernmaterialien zu verschiedenen Themen rund um virtuelle Austausche. Die Vielfalt an Einstiegs- oder tiefergehenden Modulen berücksichtigt unterschiedliche Kompetenzniveaus, sodass sie nicht nur Basisinformationen für Novizen beinhalten, sondern auch bereits erfahrenen Personen noch neue Einblicke liefern können. Die einzelnen Module gliedern sich erneut in fassbare Lektionen auf, die neben textuellen und multimedialen Inhalten auch immer wieder interaktive Aufgaben beinhalten. Insbesondere Aufgaben zur Selbstreflexion und Verknüpfungen der Module untereinander ermöglichen einen nachhaltigen Wissenszuwachs und Kompetenzgewinn. 
  • Die Virtual Community of Practice (vCoP) ist ein Feature zum fachspezifischen und fachübergreifenden Austausch und zur Anbahnung von VE-Aktivitäten, denn ein großes Problem besteht immer darin, mindestens eine:n geeignete:n Partner:in zu finden. Die vCoP ist im Kern ein soziales Netzwerk mit initial den typischen Komponenten: Profile, Dashboard und Timeline zum Posten und Kommentieren, Chatfunktion sowie öffentliche und private Gruppen. Diese Funktionalitäten wurden durch ein VE-spezifisches Partner:innen-Matching erweitert, das die aufwendige Suche nach potenziellen Partner:innen erleichtert. Auf Basis der Profilinformationen und optionalen Filterkriterien wie Fachbereich oder Sprache werden potenziell passende Partner:innen vorgeschlagen, mit denen es sich lohnt, ins Gespräch zu kommen. 
  • Der VE-Designer als Planungsassistent leitet Schritt-für-Schritt durch alle relevanten Aspekte der Planung, angefangen von allgemeinen Informationen bis zur konkreten Phasen- und Aufgabenplanung im VE. Nutzende erhalten dabei Hilfestellung zu einem Großteil der verschiedenen Planungsaspekte, beispielsweise in Form von verlinkten Lernmaterialien. Erarbeitete und durchgeführte VE-Pläne können als Good-Practice-Beispiele der restlichen Community zur Verfügung gestellt werden, wobei durch die Community veröffentlichte Beispiele auch in die eigene Planung importiert werden können. Der Planungsassistent bezieht sich auf die organisatorischen Hürden, die mit einem virtuellen Austausch einhergehen. Es sind die verschiedensten Aspekte zu berücksichtigen, wie z. B. institutionelle Gegebenheiten der Beteiligten (Semesterzeiten, Prüfungsregularien, digitale Infrastruktur, etc.) oder Ausgangssituation und individuelle Lernziele der Lerngruppen, da diese nicht zwingend immer für alle Beteiligten gleich sind. 

Mehrwert

Für Institutionen 

  • Qualifikations- und Unterstützungsangebote für Lehrende und Mitarbeitende bei Anbahnung und Durchführung virtueller Austausche. 
  • Virtuelle Austausche stärken Digital Literacy von Lehrenden und Studierenden, fördert darüber hinaus die Internationalisierung der (Hochschul-)Lehre.   

Für Lehrende 

  • Weiterbildung und –Entwicklung eigener Lehrkonzepte mittels Selbstlernmaterialien. 
  • Unterstützung bei Planung virtueller Austausche mittels VE-Designer und virtual Community of Practice. 
  • Unkomplizierte und internationale Vernetzung zur Durchführung virtueller Austausche. 

Inhalte dieser Seite sind entstanden im Rahmen des Forschungs- und Entwicklungsprojektes “Virtuelle Austausche anbahnen und gestalten” (VE-Collab) mit Förderkennzeichen 16INB2032A/B und lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht-kommerziell - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International Lizenz